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Autogenes Training 1 - Zu innerer Ruhe und neuer Kraft
Autogenes Training 1
Zu innerer Ruhe und neuer Kraft
Entspannung
Autogenes Training für innere Ruhe
Gesundheit
Verbesserung der Körperfunktionen
Konzentration
Stirnübung für einen kühlen Kopf
EXTRA!
Serviceteil
mit Übungs-
plan für
6 Wochen
Inhalt
V e r i c o n
Was autogenes Training
leisten kann
Erschliessen Sie sich eine eine bewährte und leicht zu
erlernende Entspannungsmethode. Erfahren Sie mehr über
Anwendungsbereiche sowie die positive Wirkung auf die Ge-
sundheit. Machen Sie sich an Hand einer Tabelle bewusst, aus
welchen Gründen autogenes Training für Sie persönlich sinnvoll
sein kann.
3
Was Sie beachten
sollten
Eine ruhige Umgebung zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen
für maximale Entspannung. Hier erfahren Sie zudem, wie oft und wie
lange Sie üben sollten, um die positiven Effekte deutlich zu spüren.
Was es sonst noch zu beachten gilt und welche Körperhaltungen sich
besonders gut für das Training eignen, wird Ihnen leicht verständlich
dargestellt.
7
Sieben Basisübungen
für den Einstieg
Erfahren Sie, was die einzelnen Übungen bewirken. Lernen Sie in den
Anleitungen die jeweiligen Formeln und ihre Anwendung kennen. Ein
einfaches Grundschema sorgt für einen schnellen und einfachen Ein-
stieg. Ferner inden Sie ergänzende Informationen, Hilfsangebote und
alternative Formeln.
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Serviceteil
Erleichtern Sie sich das Training mit dem Übungsplan. Er fasst Ihr
Pensum für die Lernphase von sechs Wochen zusammen und motiviert
zu regelmäßiger Praxis. Dokumentieren Sie im Protokoll Ihre Übungs-
zeiten, Erfolge und besondere Ereignisse. Eine tabellarische Übersicht
ermöglicht es Ihnen, die Wirkung Ihrer Übungen schnell zu beurteilen.
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Autogenes Training 1
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Was autogenes Training leisten kann
V e r i c o n
Was autogenes
Training leisten kann
Das autogene Training ist eine leicht zu er-
lernende Entspannungsmethode, die sich
bequem in den Alltag integrieren lässt. Auf
den folgenden Seiten erfahren Sie mehr
über den Ursprung, die Wirkungsweise
sowie die Anwendungsgebiete des auto-
genen Trainings.
Ursprung und Wirkung des autogenen Trainings
Autogenes Training hat bereits Millionen von Menschen zu höherer Lebensqualität und Selbstsicherheit
verholfen. Erfahrungsberichte von Anwendern, die das autogene Training regelmäßig praktizieren und in
ihren Alltag integriert haben, belegen die positiven Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbeinden und die
Behebung körperlicher und seelischer Störfaktoren. Darüber hinaus berichten Anwender über die Aufdeckung
und Entwicklung bislang verborgener geistiger Fähigkeiten. Proitieren auch Sie von der heilsamen und lebens-
bejahenden Wirkung des autogenen Trainings und machen auch Sie sich diese Methode zu eigen. In diesem Kurs
lernen Sie die wichtigsten Grundübungen des autogenen Trainings kennen, mit deren Hilfe Sie zu innerer Ruhe
und Entspannung inden.
Stress und Erschöpfung bestimmen den Alltag vieler Zeitgenossen. Das autogene Training ist eine leicht zu
erlernende und vor allem leicht zu praktizierende Entspannungsmethode, die Ihnen zu innerer Ruhe und
seelischer Stabilität verhilft.
Der Begriff „autogen“ ist vom griechischen Wort „autogenes“ abgeleitet, was so viel wie „aus sich selbst
geboren“, also selbsttätig, selbstwerdend, bedeutet. Genau darum geht es im autogenen Training: sich selbst
beruhigen und entspannen.
Der Berliner Nervenarzt Prof. Dr. H. J. Schultz (1884-1970) entwickelte die Methode des autogenen Trainings,
die er auch als „konzentrative Selbstentspannung“ bezeichnete, in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Gegenstand dieser Methode ist die Konzentration auf körperliche Vorgänge und deren positive Beeinlussung mit
Hilfe formelhafter Leitsätze wie beispielsweise „Ich bin ruhig“. So lernen Sie, Ihre Alltagsprobleme Schritt für
Schritt in den Griff zu bekommen und Beindlichkeitsstörungen wie Stress oder Nervosität abzubauen.
Das autogene Training ist im Wesentlichen in zwei Abschnitte eingeteilt: In die Übungen der Unterstufe, die Sie
in diesem Kurs kennen lernen, weiterführende Entspannungsübungen sowie die Übungen der Oberstufe, die im
Fortgeschrittenenkurs dieser Serie behandelt werden.
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Was autogenes Training leisten kann
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Einsatzgebiete des autogenen Trainings
Vorbeugung und Steigerung der Lebensqualität
Autogenes Training eignet sich hervorragend zur Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten wie Stress, Verspan-
nungen oder Burn-out-Syndrom. Es hilft, kleinere Anspannungen, die beispielsweise aus Ärger und Wut oder
aus berulicher Überlastung resultieren, aufzulösen und abzubauen. Durch regelmäßiges Praktizieren schaffen
und bewahren Sie sich Ihre innere Ruhe. Und im Zustand innerer Ruhe reagieren Sie weniger empindlich auf
äußere Störfaktoren wie Lärm oder auf eigene negative Empindungen wie Angst. So stärken Sie nicht nur Ihre
Psyche, sondern auch Ihre Gesundheit, und sind bestens gewappnet für hektischere Zeiten. Zudem hilft Ihnen
autogenes Training dabei, kleine Anfälle von Müdigkeit zu überwinden und im Handumdrehen wieder it zu
sein.
Linderung und Hilfe bei konkreten Problemen
Haben sich jedoch schon Störfaktoren in Ihrem Leben eingenistet, wird es höchste Zeit, ihnen den Kampf
anzusagen. Stress, Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen und ein allgemeiner Leistungsabfall sind nur
einige Beispiele für Beindlichkeitsstörungen, die Sie mithilfe des autogenen Trainings lindern und beheben
können. In der folgenden Tabelle inden Sie eine Übersicht von Störungen, bei deren Linderung sich das autoge-
ne Training bewährt hat. Erfahrungsberichte aus der Praxis zeigen, dass viele Kursteilnehmer aufgrund dieser
Störungen Hilfe im autogenen Training gesucht und gefunden haben.
Nutzen Sie die Tabelle, um sich Ihrer eigenen Beweggründe zu vergewissern. Beurteilen Sie die für Sie relevanten
Probleme. Am Ende dieses Ratgebers inden Sie eine abgewandelte Tabelle, in der Sie die Entwicklung Ihrer
Probleme nach der autogenen Trainingspraxis beurteilen (Seite 30). So können Sie überprüfen, welche konkreten
Übungen des autogenen Trainings Ihnen bei der Bewältigung Ihrer Probleme helfen.
Tabelle zur Beurteilung von Beindlichkeitsstörungen
Problem
Seit wann und wie häuig Beschreibung des Problems
Nervosität
Hektik
Gereiztheit
Konzentrationsschwäche
Lernschwäche
Gedächtnisschwäche
Lärmanfälligkeit
Chronische Müdigkeit
Unsicherheit
Angst
Depressionen
Schlafstörungen
Chronische Schmerzen
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Was autogenes Training leisten kann
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Wirkung des autogenen Trainings
Unser Nervensystem besteht aus zwei Teilen: dem motorisch-sensorischen und dem vegetativen Nerven-
system.
Das motorisch-sensorische Nervensystem
Das motorisch-sensorische Nervensystem regelt weitestgehend das Verhältnis zwischen dem Körper und der
Außenwelt. Es leitet unter anderem die Sinneseindrücke wie Lärm, Temperatur oder Schmerz an das Gehirn
weiter und erteilt dem Bewegungsapparat (Muskeln, Knochen, Gelenke etc.) die Befehle zur Aktion. Am Tag
ist das motorisch-sensorische Nervensystem aktiv, während es in der Nacht weitestgehend ruht.
Das vegetative Nervensystem
Das vegetative Nervensystem ist für das Innenleben unseres Körpers verantwortlich. Es steuert die elemen-
taren Körperfunktionen wie Wärmehaushalt, Atmung, Stoffwechsel, Blutdruck und Herzfrequenz. Diese Vor-
gänge laufen weitestgehend unbewusst ab, ohne den willentlichen Einluss des Menschen. Im Gegensatz zum
motorisch-sensorischen Nervensystem ist das vegetative Nervensystem permanent in Aktion, auch im Schlaf.
Das vegetative Nervensystem kann bezüglich seiner Funktionen wiederum in Sympathikus und Parasympa-
thikus aufgeteilt werden. Diese beiden Nervenstränge fungieren quasi als Gegenspieler und ergänzen sich.
Der Sympathikus ist für die Leistungsbereitschaft des Körpers zuständig, weshalb seine Erregung am Tag
höher ist als in der Nacht. Der Parasympathikus sorgt für Ruhe, Entspannung und Regeneration, weshalb sein
Erregungszustand im Schlaf, also im Zustand der Ruhe und Entspannung, höher ist. Die nachfolgende Tabelle
verdeutlicht die Funktionen der beiden Systeme.
Die Funktionen von Sympathikus und Parasympathikus
Körperbereich,
Funktion
Sympathikus:
Leistungszustand
Parasympathikus:
Erholungszustand
Herzfrequenz
Herz schlägt schneller
Herz schlägt ruhiger
Pupillen
Erweiterung
Verengung
Blutgefäße
Verengung
Erweiterung
Blutdruck
Zunahme
Abnahme
Speichelabsonderung
Verminderung
Zunahme
Verdauung
Verminderung
Erhöhung
Atmung
Beschleunigung, Intensivierung Verlangsamung, Ablachung
Schweißproduktion
Verstärkung
Abschwächung
Muskelspannung
Verstärkung
Abnahme
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