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L EKTION 9 1
Unternehmensfinanzierung
hancke & peter
Systeme nach Maß.
Das PC-Systemhaus hancke & peter
GmbH mit Geschäftsstellen in
Aachen, Köln und Bendorf bei
Koblenz ist seit 1984 im PC-Markt
tätig. Insgesamt rund 140 Mitarbeiter
bieten perfekten Service zu allem,
was mit PCs zu tun hat: Systeme,
Peripherie, Software und Zubehör. In
den Unternehmensbereichen CAD,
DTP, Software, Datenbankprogram-
mierung, Kommunikations- und kauf-
männische Lösungen erarbeiten
Fachleute individuelle Problem-
lösungen und Konzepte. Seit 1995 ist
hancke & peter nach EN ISO 2001
zertifiziert. Der Tätigkeitsschwer-
punkt liegt in der Erarbeitung von Komplettlösungen für Firmen und Behörden. Die
Dienstleitungen umfassen Beratung, Netzwerk-Design, Gestaltung anwendungsspezifi-
scher Branchenlösungen sowie Support in verschiedenen Stufen. Bei Client/Server-
Anwendungen ist eine Entwicklungsmannschaft in vielfältigen Projekten aktiv. Über eine
telefonische Hotline bietet hancke & peter seinen Kunden Beratung und technischen
Service innerhalb kurzer Zeit. Zusätzlich sichern die Beziehungen zu namhaften
Herstellern eine gleichbleibend hohe Qualität des Sortiments. Zahlreiche Autori-
sierungen, so von Novell, Hewlett Packard, Mensch und Maschine, AutoDesk, Apple,
Toshiba, Compaq, Gupta und Microsoft, bestätigen die hohe Qualifikation des Hauses.
Seit 1992 ist die Aachener Firmenzentrale in einem umweltfreundlich gestalteten Neubau
mit 2000 qm Nutzfläche ansässig. Nur einen Steinwurf davon entfernt ist gerade ein
Logistik-Centrum mit rund 3000 qm Nutzfläche entstanden. Außerdem verfügt das
Unternehmen über ein eigenes Schulungszentrum mit mehreren ausgestatteten
Schulungsräumen.
Mittlerweile gehört die hancke & peter Gruppe in Deutschland zu den Top-Unternehmen
im PC-Geschäft. 1995 wurde ein Umsatz von rund 78 Millionen DM erzielt. Nach 60
Millionen DM Umsatz im Vorjahr bedeutet das ein Plus von 30%.
L EKTION 9
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L EKTION 9 2
ÜBUNG 1:
Klären Sie die folgenden Begriffe mit Hilfe eines
Wörterbuches:
die Geschäftsstelle, n
die Qualifikation, en
der Mitarbeiter, -
die Firmenzentrale (-zentralen)
das Zubehör
das Schulungszentrum, -zentren
das Unternehmen, -
der Umsatz, Umsätze
der Unternehmensbereich, e
bieten
die Programmierung, gen
erarbeiten
der Fachmann, Fachleute
zertifizieren
das Konzept, e
umfassen
der Schwerpunkt, e
sichern
die Erarbeitung, en
bestätigen
die Firma, en
gestalten
die Behörde, n
verfügen
die Dienstleistung, en
ausstatten
die Beratung, en
erzielen
das Netzwerk-Design
kaufmännisch
die Entwicklung, en
vielfältig
die Mannschaft, en
hervorragend
der Kunde, n
namhaft
der Service
gleichbleibend
der Hersteller, -
zahlreich
das Sortiment, e
umweltfreundlich
die Automatisierung, (en)
ansässig
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L EKTION 9 3
Vom Computerfreak zum erfolgreichen Unternehmer
Bill Gates schrieb schon als Student
fleißig Computerprogramme, machte dar-
aus bald ein Geschäft und ist heute der
Chef von Microsoft, dem
Softwareunternehmen, das vor allem
durch sein Betriebssystem »Windows«
bekannt wurde.
Ganz ähnlich wie Bill Gates begannen
Sascha Hancke und Jürgen Peter ihre
Karriere in Aachen. Schon als Schüler
beschäftigten sich die beiden Freunde am
liebsten mit Computern. Als sie began-
nen, in Aachen Informatik zu studieren,
verkauften sie nebenbei Computer – und
das mit soviel Erfolg, daß sie irgendwann
ein richtiges Unternehmen gründeten:
Die „Hancke und Peter Gesellschaft für
Informationstechnik mit beschränkter Haftung“, kurz die Hancke und Peter GmbH. Heute
sind Sascha Hancke und Jürgen Peter Anfang dreißig und leiten ein Unternehmen mit
hundertzwanzig Beschäftigten. In ihrer Branche, den EDV-Dienstleistungen, gehören sie
zu den fünfzig größten Unternehmen in Deutschland.
Wie bringt man es vom Computerfreak zum erfolgreichen Unternehmer? Man braucht
Mut zum Risiko, gute Ideen und Geschäftssinn, und man braucht vor allem Geld. In der
Regel von einer Bank - fast kein Unternehmen in Deutschland kommt nämlich ohne den
Kredit von einer Bank aus. Verweigert die Bank einen Kredit, droht dem Unternehmens-
dasein bald ein jähes Ende. Das erlebten auch Sascha Hancke und Jürgen Peter in ihren
ersten Jahren als Unternehmer, vor gut zehn Jahren.
Sascha Hancke und Jürgen Peter hatten damals einen Computerladen in der Aachener
Innenstadt. Zunächst verkauften sie Computer zu günstigen Preisen vor allem an
Studenten der Technischen Hochschule. Doch mit dem Verkauf von Computern allein
ließ sich nicht genug Geld verdienen. Deshalb boten sie zusätzlich noch alle Dienstlei-
stungen rund um den Computer an, sogenannte Systemlösungen. Hancke und Peter
berieten einen Kunden nicht nur gründlich vor dem Kauf, sondern stellten auch alle
Geräte auf, installierten sämtliche Programme und übernahmen schließlich auch die
Wartung und Reparatur der Computeranlage. Der Bedarf nach solchen Dienstleistungen
war groß, denn immer mehr Betriebe und Büros arbeiteten mit Personalcomputern.
Die Hancke und Peter GmbH steigerte den Umsatz rasch – und trotzdem waren ihre
Ausgaben zunächst höher als die Einnahmen. Der Grund: Viele Lieferanten verlangten
sofortige Bezahlung bei Lieferung. Ihre Kunden andererseits zahlten oft erst nach eini-
gen Wochen. Hancke und Peter mußten die Ware also vorfinanzieren und überzogen
deshalb ihr Bankkonto sogar über das Limit hinaus.
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L EKTION 9 4
ÜBUNG 2:
Fragen zum Text:
1.
2.
3.
4.
5.
Wann schrieb Bill Gates schon Computerprogramme?
Was studierten die beiden Freunde?
Was machten Hancke und Peter in ihrer Studienzeit nebenbei?
Wie viele Mitarbeiter haben sie heute?
Woher bekommt ein junges Unternehmen Geld?
1.
2.
3.
4.
5.
ÜBUNG 3:
Im folgenden finden Sie Aussagen zum Text.
Welche der Antworten ist richtig?
1. Was versteht man hier unter Systemlösungen?
a) Geld von der Bank b) alle Dienstleistungen rund um den Computer c) gute
Ideen und Geschäftssinn
2.
Warum war der Bedarf an solchen Dienstleistungen groß?
a) weil immer weniger Betriebe Computer hatten b) weil man nicht genug Geld
verdiente c) weil die Zahl der Unternehmen mit Computern stieg
3.
Warum waren die Ausgaben zunächst höher als die Einnahmen?
a) weil die Kunden sofort bezahlten b) weil der Umsatz stieg c) weil sie die Ware
vorfinanzieren mußten
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L EKTION 9 5
Spielszene aus der Sendung
Hinz und Kunz haben sich zusammen selbständig gemacht. Aufgrund einer zeitweisen
Auftragsflaute sind sie derzeit in finanziellen Schwierigkeiten.
Hinz
(aufgebracht, vorwurfsvoller Tonfall) Ich hab's doch schon die ganze Zeit
gesagt: Lange macht die Bank das nicht mehr mit. Wir haben das Konto
schon wieder seit zwei Monaten weit überzogen. Und wenn wir Pech
haben, zahlt die Bank uns jetzt keine müde Mark mehr aus. Keine
Rechnungen. Keine Leasingraten. Keine Löhne. Dann können wir unsere
Angestellten nächste Woche nach Hause schicken. Aus. Vorbei der Traum
vom Unternehmerleben.
Kunz
(fällt ihm ins Wort) Mensch, jetzt hör' doch auf und mach' hier keine Panik.
Ich kann's doch auch nicht ändern. Ich hab' in den letzten Monaten fast jede
Rechnung erst auf den letzten Drücker bezahlt, um Zeit zu gewinnen.
Hinz
Was hat der von der Bank denn gestern genau gesagt am Telefon, als du den
Termin gemacht hast?
Kunz
(genervt) Das hab' ich dir doch schon alles erzählt. (etwas leiernder Tonfall)
Wir hätten unser Limit von hundertfünfzigtausend Mark schon fast um fünf-
zigtausend überschritten. Und er käme jetzt langsam an die Grenze dessen,
was er noch vor seinem Chef vertreten könne, oder so ähnlich hat er sich
ausgedrückt. Wir müßten uns jetzt ganz schnell was einfallen lassen, sonst
(stockt)
Hinz
(unwirsch) Ja, was sonst? Na sag schon!
Kunz
Sonst müßten wir wohl grundsätzlich über unsere Geschäftsbeziehung
nachdenken.
Hinz
(fällt ihm ins Wort) Na, dann ist doch wohl alles klar: Die kündigen uns den
Kredit.
Kunz
(aufbrausend) Ach, gar nichts ist klar. Du kennst doch unseren
Auftragsstand. Das Geld kommt doch in ein, zwei Monaten rein und dann
können wir den Kontokorrentkredit wieder abbauen. Die Bank muß uns nur
noch ein paar Wochen Zeit geben, dann – dann kriegen wir das wieder in
den Griff.
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